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Anisotrope Reciever-Funktionen

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Leitung:

Prof. Wolfgang Rabbel,
Dr. Thomas Bohlen

Mitarbeiter:

Dipl. Geophy. Cyrill Eckhardt

gefördert durch:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Projektdauer:

2005 bis 2007

Kontakt:

Institut für Geowissenschaften, Abteilung Geophysik,
Otto-Hahn-Platz 1, 24118 Kiel
rabbel[at]geophysik.uni-kiel.de,
tbohlen[at]geophysik.uni-kiel.de,
ceckhardt[at]geophysik.uni-kiel.de

Kooperation:

Seismologisches Zentral Observatorium (SZGRF)

DIE ANALYSE SEISMISCHER WELLEN INSBESONDERE VON Pn-Phasen, SKS-Phasen und Pds/Sdp-Phasen haben gezeigt, dass der Mantel in Zentraleuropa lateral seismisch anisotrop ist.
Unbeantwortet blieb bisher, inwelchem Tiefenbereich die Anisotropie vorherrscht, ob sie mit der Tiefe variiert und welcher Anteil auf Kruste und Mantel entfällt. Dies ist von Bedeutung für die Beurteilung ihrer tektonischen Auswirkung, z.B. der Kopplung plattentektonischer Prozesse.
In dieser Arbeit soll der Schwerpunkt auf der Analyse des Scherwellensplitting von PS-konvertierten Wellen liegen. Dabei treten zwei Typen von Scherwellen auf, die sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit ausbreiten und senkrecht zueinander polarisiert sind (Abb. rechts).
Bei der Analyse werden zwei Splittingparameter bestimmt: (a) die Verzögerungszeit dt zwischen der meist langsameren SV(Radial) und schnelleren SH(Transveral) Welle sowie (b) der Polarisationsrichtung phi. Die Polarisationsrichtung ist Indikator für die bevorzugte Ausrichtung von Kristallen im Mantel, die Verzögerungszeit Indikator für die Ausdehnung der anisotropen Zone.
Die Parameter können anhand von Receiver Funktionen bestimmt werden. Einen Beitrag zur Quantifizierung der seismischen Anisotropie, differenziert auf Mantel und Kruste, soll mit dieser Arbeit geleistet werden.