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Seismoelektrische Vorgänge in porösen, wasserhaltigen Gesteinen sind phänomenologisch im Labor- und Feldmaßstab seit einiger Zeit bekannt und deren potenzieller Informationsgehalt für geophysikalische und geologische Erkundung erkannt. Jedoch sind Erklärungen, physikalische Modelle und verlässliche Beschreibungen nicht ausreichend vorhanden. Eine systematische Untersuchung ist notwendig, um die Vorgänge besser zu verstehen und das Potenzial des Verfahrens zu evaluieren bzw. weiterzuentwickeln.
Durch Messungen (1) in einem Großmodell unter kontrollierten Bedingungen und (2) im Feld an einer Lokation (Segeberger Forst), die durch zahlreiche Flachbohrungen erschlossen und daher in ihren hydrologischen und sedimentologischen Parametern sehr gut bekannt ist, soll untersucht werden, welche Information in seismoelektrischen Signalen tatsächlich steckt, d.h. welche Untergrundparameter die Signalstruktur in welchem Grade beeinflussen. Insbesondere soll der Einfluss von Porosität, hydraulischer Leitfähigkeit und Wassersalinität untersucht werden.
Die seismoelektrischen Messungen werden jeweils durch seismische und geoelektrische Messungen sowie Bohrlochmessungen ergänzt.
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