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Hethitische Städte und Umland

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Leitung:

Dr. Harald Stümpel

Mitarbeiter:

F.Bilgili, E.Erkul
und stud. Hilfskräfte

gefördert durch:

DFG : Mu 738/5-1,...
BMBF: 03RAX4KI

Projektdauer:

seit 1994

Kontakt:

stuempel[at]geophysik.uni-kiel.de

Kooperation:

Prof. Dr. A. Müller-Karpe, Vorgeschichtliches Seminar, Marburg

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Kusakli-Sarissa war eine mittelgroße hethitische Provinzstadt, in der ein Kleinkönig residierte. Die Stadt wurde im 16. Jahrhundert vor Chr. gegründet und etwa um 1200 v. Chr. nach einer Brandkatastrophe und mit dem Untergang des gesamte hethitischen Großreichs wieder aufgegeben.

Mit einer geomagnetischen Vermessung wurde zunächst der zentrale Stadthügel mit der Akropolis kartiert. Es heben sich besonders deutlich die durch Brand zerstörten Lehmbauwerke ab. Hierzu gehören vier symmetrisch angelegte Stadttore und Teile der Stadtmauer. Geoelektrische Kartierungen dieser Anomalien können teilweise deutliche Grundrisse der ehemaligen Bauwerke liefern.

Große Gebiete des Umfeldes konnten inzwischen geomagnetisch kartiert werden. Im Norden zeichnen sich Siedlungsspuren einer Vorstadt ab. Es finden sich aber auch Einzelgehöfte, Dämme für Wasserspeicher, Wasserleitungen aus Tonrohren, ein größerer Graben mit vorgelagerter Mauer und eine Nekropole, in der eine hellenistische Bestattung ergraben wurde.

Im Rahmen dieses Projektes wurden die geophysikalischen Prospektionsmethoden in Bezug auf die technische Handhabung wie fahrzeuggestützte Multisensorik und DGPS Navigation weiterentwickelt.