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Die geophysikalisch prospektierten Fundplätze umfassen Gräberfelder, einzelne Grabhügel, Orte mit Eisenverhüttung und Siedlungsplätze der Wikinger und Slawen. Auch hier wird der Schwerpunkt auf eine möglichst großflächige geomagnetische Erstkartierung gelegt. Detailliertere Untersuchungen von Einzelobjekten können mit Georadar- oder Geoelektrik-Sondierungen intensiviert werden.
Die geophysikalisch fassbaren Anomalien sind häufig durch Feldsteine geprägt, die als Geschiebe aus Skandinavien zu uns gekommen sind und eine hohe Magnetisierung aufweisen. Sie treten als Steinsetzung in Grabhügeln auf oder sind in Gruben angehäuft. Andere Gruben sind mit humosem Material verfüllt, teilweise ist das frühere Haus durch Brand zerstört, so dass auch hier gute Bedingungen für die magnetische Kartierung vorliegen. Messbare Anomalien sind auch Urnenbestattungen und Feuerstellen. Um sie als solche interpretieren zu können muss eine magnetisch ruhige Umgebung vorliegen. Für Siedlungsplätze sind auch die Verteidigungsanlagen zu kartieren. Hier kann häufig das Georadar erfolgreich den inneren Aufbau von Wällen und Gräben offen legen.
Besonders effektiv für die Interpretation erweist sich die begleitende archäologische Untersuchung typischer Magnetik-Anomalien mit gezielter Detektor-Begehung und Niederbringung von Bohrungen oder kleinen Sondagen. Die Aussagekraft der magnetischen Kartierung kann schnell bewertet und das weitere Vorgehen gezielt gesteuert werden (Projekte: Wiskiauten, Ostpreußen; Füsinger Au bei Schleswig).
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