Die alpidische Orogenese
(Kreide bis Quartär)
Die alpidische Gebirgsbildung ist die letzte (und noch heute andauernde) der drei großen Orogenesen im Phanerozoikum Europas. Sie führte zu einer bedeutenden Veränderung der Paläogeographie im europäisch-asiatischen Raum und bestimmt noch heute des Bild dieser Region und sowie noch andauernde tektonische Vorgänge wie Erdbeben und vulkanische Aktivitäten.
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Die Entwicklung
des alpidischen Orogens von der Obertrias bis
in das Paläogen nach traditioneller
Vorstellung. |
Die Vorgeschichte begann in der Obertrias
mit erstem Rifting auf Pangäa und anschließender Bildung des penninischen
Ozeans während des Jura. Die eigentlichen gebirgsbildenden
Vorgänge begannen in der Unterkreide und hielten
in einigen Regionen bis in das Quartär an.
In der Oberkreide wurden die Aktivitäten enorm
verstärkt.
Die alpidische Orogenese erlebte
ihre Höhepunkte mit der illyrischen Phase im Obereozän
und der pyrenäischen Phase an der Wende Eozän / Oligozän. Die
Vergenzen sind hauptsächlich nach Norden gerichtet, die Subduktion nach
Süden. Im Miozän
wurden die Alpen weiter eingeengt, Bruchtektonik bekam eine höhere Bedeutung.
Erst im Zuge dieser Vorgänge kam es Heraushebung als Hochgebirge.
Im außeralpinen Mitteleuropa
waren vor allem bruchtektonische Vorgänge und vulkanische Aktivitäten
mit der alpidischen Orogenese verbunden.
Im Himalaya lag der Bewegungshöhepunkt
an der Wende Oligozän/Miozän.
Der Hintergrund für die orogenetischen Vorgänge ist die seit der Kreide
wirkende Subduktion am Sündrand der eurasiatischen Platte und deren Kollision
mit den von Süden heranrückenden Teilstücken des Gondwana-Blockes
(Afrika, Arabien, Indien).