Dieses Äon (nach dem griechischen "Hades") ist definiert als der Zeitraum vom Zeitpunkt der Verschmelzung der Erde bis zu den ältesten (gesicherten) auch heute noch erhaltenen Gesteinen. Informationen über das Alter der Erde stammen nicht von Gesteinen dieser selbst, sondern von Meteoriten und Mondgesteine aus der Frühzeit des Sonnensystems, mit ursprünglicher Elementverteilung und radioaktiven Altern von meist 4,5 bis 4,6 Ga. Ein ähnliches Bildungsalter wird daher für die Erde angenommen. Auch die ursprüngliche chemische Zusammensetzung spiegelt sich in diesen Gesteinen wider, da sie seitdem keine Differenzierung mehr erfahren haben.
Relative neue Funde von Zirkonen
mit einem Alter von 4,2 bis 4,46 Ga belegen allerdings, dass es im Hadaikum
zumindest keine vollständige Wiederaufschmelzung gab, wenn diese auch sicherlich
zum allergrößten Teil überwog. Geringste Reste der damaligen
Kruste sind aber offenbar erhalten. Sauerstoffisotope legen zudem eine ozeanische
Wasserhülle nahe.
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Vorgänge im
Hadaikum: der Ursprung des lagigen Aufbaus der Erde. A = Die Erde war
nach ihrer Akkretion anfangs ein recht homogener Körper. B = Später
sank das schwere Eisen nach innen, weniger dichtes Material wanderte
nach außen. C = Schließlich war der Planet deutlich differenziert
in den festen inneren Eisenkern, den flüssigen äußeren
Eisenkern, den Mantel und die Kruste. |
Das Hadaikum war noch eine Zeit ständiger
Kollisionen der Erde mit anderen Himmelskörpern (siehe Bild des heutigen
Mondes), das verstärkte Meteoritenbombardement erfolgte sogar bis ins Archaikum
hinein.
Die hohen Aufprallenergien in dieser
Entwicklungsphase bewirkten:
- Erhitzung der frühen Erde
- vollständiges Durchschmelzen
- gravitative Differentiation in
Erdkern (Eisen und Nickel),
Erdmantel (leichtere Elemente)
und erste
Kruste (plagioklasreich, ähnlich Mondhochländern)
So bildete sich allmählich der
Schalenaufbau
der Erde.
In der weiteren Entwicklung heizte
radioaktiver Zerfall das Erdinnere weiter auf, so dass weitere Aufschmelzungen
auftraten. Basaltische Laven entstanden (ähnlicher Zusammensetzung wie
die Mare-Basalte des Mondes). Die Folge war, dass die Kruste immer wieder
recycelt wurde (Aufschmelzung und Bombardement), daher gibt es heute aus den
ersten 500-600 Ma der Erde keine erhaltenen Gesteine. Aus dieser Phase gibt
es auch noch keine Nachweise für Lebewesen, wahrscheinlich
ist das Leben aber schon jetzt entstanden.
Die evolutiven
Abläufe auf dem Planeten Erde im Gesamtzusammenhang.