Modellierungen und Fallbeispiele phanerozoischer Klimate

Diese Seite zeigt einige aktuelle Modellierungen und Fallbeispiele phanerozoischer Klimate und Klimaverläufe, auf die von diversen Seiten aus verwiesen wird.

Unterschiede zwischen Sommer- und Winterwinden als Gründe für die trockener werdenden Klimate im Zentrum Pangäas während des Perm. Die wärmeren und damit nach Evaporation in der Tethys (dunkelblau) feuchteren Sommerwinde wurden durch das damals junge variszische Gebirge (braun) daran gehindert, Mitteleuropa (oben) und Nordamerika (oben links) zu erreichen. Folge waren aride bis semiaride Bedingungen und die Rotliegend-Fazies.
Umgezeichnet nach Modellierungen von Kutzbach & Ziegler (1994), aus Clausing & Boy (2000).

Der Megamonsun auf dem Superkontinent Pangäa in Obertrias und Unter- bis Mitteljura. Schematische Weltkarte mit den Hauptwindrichtungen während des Süd-Sommers (oben) und des Nord-Sommers (unten). Die Ergebnisse der Modellierungen zeigen, dass in einigen Bereichen der Pangäa während des jeweiligen Sommers doch erhebliche Feuchtigkeitsmengen abregnen konnten. Dies deckt sich mit den geologischen Befunden. Das Klima war außerdem deutlich erkennbar sehr saisonal.

Umgezeichnet nach Parrish (1999).

Klimaentwicklung (CO2-Gehalt und Temperatur) der letzten 100 Millionen Jahre. Wie man sieht, sind die beiden Parameter zumeist recht deutlich positiv korreliert: Bei höherem CO2-Gehalt in der Atmosphäre herrschte ein "Treibhausklima" mit entsprechend höheren Temperaturen auf der Erde, mit einem Maximum in der mittleren Kreidezeit vor etwa 100 Millionen Jahren. Nach Skinner & Porter (1999).

 

Die Temperaturentwicklung im Paläogen und Neogen ("Tertiär") ist im Verhältnis ganzrandiger zu nicht-ganzrandigen Blättern in den Gesamtfloren untersuchter Schichten dokumentiert. In der Tendenz sind in kühleren Klimaten ganzrandige Blätter weniger häufig. Die blaue Kurve zeigt Daten aus südlichen, die rote Kurve solche aus nördlichen US-Staaten. Die Abkühlung zu Beginn des Oligozäns ist besonders evident. Nach Wolfe (1978), umgezeichnet und vereinfacht aus Stanley (1999).

mittleres Eozän

frühes Oligozän

Die Isolation der Antarktis von Australien und Südamerika und das Entstehen der kalten zirkumantarktischen Strömung (im tieferen Wasser) führte zu einer weltweiten Abkühlung der ozeanischen Wassertemperaturen und zur Herausbildung der Psychrosphäre.

Dieses hatte auch seine Auswirkungen auf die Klimate auf den Kontinenten, die im Oligozän gegenüber dem Eozän kühler und trockener wurden.
blau = Tiefsee, grün = Flachsee, orange = Land
Umgezeichnet und verändert nach Stanley (1999).