Nach der Hauptorogenese der Alpen im Eozän und an der Wende Eozän / Oligozän war die Tethys in die Paratethys (im Norden) und das Mittelmeer (im Süden) aufgespalten.
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Eine stark vereinfachte Geschichte der Paratethys und des Mittelmeers während des Miozäns. Gelb = Land, dunkelblau = marin, oliv = brackisch, hellblau = Süßwasser. Umgezeichnet, verändert
und ergänzt nach Stanley
(1994). |
In der Paratethys nördlich
der Alpen begann im Oligozän die Sedimentation
der bayerischen Molasse. Die Paratethys erstreckte sich als Rest der Tethys
unter wechselhaften salinaren Bedingungen ursprünglich bis weit nach Osten.
Schwarzes Meer, Kaspisches Meer und Aralsee sind heutige Reste dieses Meeres.
Ob die Paratethys noch weiter nach Osten reichte (bis zu den Langzeitseen von
Kasachstan oder gar bis zum Baikal), ist ungeklärt.
Mit dem Beginn des Neogen intensivierte sich die nach
der Hebung der Alpen bereits im Oligozän
begonnene Vorschüttung der bayerischen Molasse. In dieser dokumentierte
sich der mehrfache Wechsel zwischen mariner und nichtmariner Entwicklung (Untere
und obere Meeres- und Süßwasser-Molassen).
Die Paratethys zog sich nach ihrer weitesten Ausdehung im Oligozän
im Laufe des Miozäns nach Osten zurück.
Dort im Osten bleibt die Paratethys am längsten marin, später lange
brackisch.
Im obersten Miozän fand weltweit ein dramatischer
Meeresspiegelrückgang statt, der
das sonst über die Straße von Gibraltar mit Frischwasser versorgte
Mittelmeer vom Atlantik isolierte (Salinitätskrise des "Messinian
Event" mit mächtigen Salzablagerungen).