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Ozeanographische und klimatische Auswirkungen der Schließung des Isthmus von Panama zwischen Nord- und Südamerika. Die Zahlen geben den Salzgehalt des Meerwassers in Promille an. Umgezeichnet und verändert nach Stanley (1999). |
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Temperaturzyklen der letzten 5 Millionen Jahre. Umgezeichnet und verändert nach Oschmann et al. (2000). |
Das Schwanken der Sonneneinstrahlung
aufgrund überlagerter zyklisch schwankender orbitaler Parameter (Lage der
Erdachse 23 ka, Schiefe der Erdachse 40 ka, Exztrenzitität der Erdumlaufbahn
100 ka) bewirkte besonders im Quartär (letzte
1,75 Ma) Aufbau und Abschmelzen großer nordhemisphärischer Eisschilde.
Dies ist der Grund, dass erst lange nach dem Erreichen des Schwellwertes
bei 4,6 Ma (Schließung des Panamaseeweges, s.o.) die Bedingungen zum Aufbau
der ersten großen Eisschilde auch im Norden im Zusammenhang mit den orbitalen
Parametern vor ca. 3 Ma erreicht waren. Wichtig waren hier minimale Neigungswinkel
der Erdachse und demzufolge geringste saisonale Temperaturschwankungen. Dadurch
begann Schnee, der im Winter gefallen war, im Sommer nicht mehr abzutauen, als
Folge begannen erste Tieflandgletscher zu wachsen. Zu diesem Zeitpunkt begann
die eigentliche Nord-Eiszeit.
Die Temperaturschwankungen der letzten 1 Ma waren etwas regelmäßiger
und langfristiger als in den Millionen Jahren davor. Besonders die letzten ca.
500 ka waren durch aufeinanderfolgende Glaziale (Kaltzeiten) und Interglaziale
(Warmzeiten) mit einer Amplitude von - in der Größenordnung - etwa
100 ka geprägt. Hierbei fällt auf, dass die Glaziale jeweils
recht abrupt mit raschen Temperaturanstiegen endeten und sich die jeweils nächsten
Glaziale nur allmählich aus den darauffolgenden Interglazialen entwickelten.
Die kältesten Phasen (Hochglaziale) wurden immer kurz vor dem Ende der
Glaziale erreicht.
Mit der Lupe betrachtet, waren die eiszeitlichen Klimate jedoch nicht so stabil
wie bis vor kurzem gedacht. Es kam vor allem im nordatlantischen Raum (Europa
und Nordamerika) immer wieder zu Temperatursprüngen von bis zu 10 Grad
Celsius in 10 Jahren (Dansgaard-Oeschger- und Heinrich-Events).
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Verbreitung der
Inlandsgletscher in Nordeuropa während der drei letzten großen
Vereisungsphasen (Elster-, Saale-, Weichseleiszeit) und die Position
des Eisrandes am Ende des Pleistozäns
vor ca. 10.000 Jahren. |
In Mittel- und Nordeuropa sind die
letzten drei Glaziale des Pleistozäns gut
durch Ablagerungen und morphologische Formen dokumentiert: Während die
Elster- und die Saalegletscher bis an den Rand der Mittelgebirge vorstießen,
erreichten die Gletscher der Weichsel-Eiszeit nur Warschau, den Raum am Südrand
von Berlin und Schleswig-Holstein. Mit dem Zurückweichen der Weichsel-Gletscher
aus Südschweden vor 10ka ist der Beginn des Holozäns
(aktuelle Warmzeit) definiert.
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Verlauf der Temperaturkurve
in den letzten 150 ka und Projektion in die Zukunft mit aktueller und
hypothetischer Super-Zwischeneiszeit. |
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Die "Jüngere
Dryas" vor ca. 11-12 ka. Relativer Temperaturverlauf nach Analysen
der stabilen Sauerstoffisotope in Sedimenten eines schweizer Sees und
eines grönländischen Eiskerns. |
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Umgezeichnet und verändert nach Skinner & Porter (1999). |