Temperaturentwicklung im Phanerozoikum

Die phanerozoische Temperaturentwicklung auf den Kontinenten richtete sich im wesentlichen nach den großen Klimazyklen 1.Ordnung ("Sandberg-Zyklen"), war aber natürlich im Detail noch feineren Schwankungen unterschiedlichster Größenordnungen und unterschiedlichster Ursachen unterworfen.

Relative Temperaturentwicklung (oben) und eustatische Meeresspiegel-schwankungen (unten) im Phanerozoikum. Hier sind auch die phanerozoischen Eiszeiten ersichtlich.

Umgezeichnet nach Oschmann et al. (2000).


Kambrium und Ordovizium waren im wesentlichen Zeiten höherer Temperaturen, nur am Ende des Ordoviziums kam es zur ersten der drei großen phanerozoischen Vereisungsphasen mit den entsprechenden Abkühlungen ("Sahara-Eiszeit"). Silur, Devon und frühes Karbon waren wieder sehr warme Zeitabschnitte, bis es dann im Verlaufe des Karbons zum Übergang in die permokarbone Vereisungsphase mit entsprechend niedrigen Temperaturen kam. Trias, Jura und vor allem Kreide und Paläogen gehörten zu den wärmeren Abschnitten der Erdgeschichte, jedes der vier Systeme zeigt an seiner Ober- und Untergrenze aber deutliche Abkühlungen auf (auf obiger ausgleichender Kurve nur ungenügend scharf dargestellt. Im oberen Paläogen und vor allem im Neogen und Quartär (zusammengenommen also im Jungkänozoikum) schließlich gab es dramatische, zyklisch verlaufende Abkühlungen (verbunden mit ebensolchen dramatischen Meeresspiegelschwankungen), kulminierend in unserer aktuellen Eiszeitphase.