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Wenn heißes Magma bei seinem Aufstieg mit Grundwasser in Kontakt kommt, werden schlagartig große Mengen von Wasserdampf erzeugt. Die hierdurch erzeugte Volumenzunahme erhöht sofort den Druck auf das Deckgebirge, was dann zu Eruptionen führt. Überdies kann das Grundwasser schon in geringen Tiefen in den überkritischen Zustand versetzt werden (kritischer Punkt bei 374°C und 221 bar), wodurch sich dann ein chemisch höchst aktives Fluid-System bildet. Alle vulkanischen Phänomene, welche entstehen, wenn aufsteigende Schmelzen mit dem Grundwasser in Berührung kommen, werden als phreatomagmatisch (von griech. phrear = Brunnen) bezeichnet. Auf den Festländern gehören dazu die Maare, kesselförmige Eintiefungen, welche von einem Wall aus herausgesprengten Gesteinstrümmern und magmatogenen Komponenten umgeben sind. Nächste Seite: |
Maare entstehen dadurch, dass Schmelzen an Brüchen (Verwerfungen) aufsteigen, die nahe der Erdoberfläche von Grundwasser erfüllt sind. Beim Kontakt zwischen beiden kommt es zu Eruptionen, bei denen Magma und Nebengestein in einer Eruptionskammer fragmentiert und durch einen zunächst schmalen Schlot an die Erdoberfläche gefördert werden. Dieser Förderkanal erweitert sich nach und nach dadurch, dass zerrüttetes Nebengestein von oben in die Eruptionskammer einbricht und dann ebenfalls ausgeschleudert wird. (umgezeichnet nach Lorenz 1982). |